Wie lässt sich ein Staat regieren, dessen zwei Landesteile über 500 Kilometer auseinander liegen? Ein Land, dessen rund 27 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner unterschiedliche ethnische, kulturelle und religiöse Wurzeln haben. Mit Kontrolle, mit Reglementierungen, mit Religion? Die Regierung des südostasiatischen Landes Malaysia versucht mit allen Mitteln, Einheit und Stabilität zu erhalten. Der Islam ist in Malaysia Staatsreligion. Alle Malaiinnen und Malaien (rund 50%) sind von Geburt an muslimisch. Chinesisch-stämmige (23,7%) und indisch-stämmige Menschen (7%), indigene Völker (11%) und Menschen anderer Herkunft (7,8%) gehören größtenteils dem Buddhismus, Hinduismus, Christentum und anderen Religionen an. Für sie gilt nur theoretisch Religionsfreiheit. Immer wieder kommt es jedoch zu Benachteiligungen der religiösen Minderheiten und zu politisch-instrumentalisierten Konflikten. So versucht man z.B. durchzusetzen, dass der Gottesname „Allah“ den Muslimen vorbehalten bleibt und Christen den Vater Jesu Christi nicht öffentlich, wie sie es gewohnt waren, „Allah“ nennen dürfen. Malaysia, seit 1957 unabhängig, gilt als wirtschaftlich aufstrebend und ist als konstitutionelle Wahlmonarchie weltweit einzig. Seine Hauptstadt Kuala Lumpur liegt in Westmalaysia, wo ca. 80% der Bevölkerung leben. Im viel größeren Ostmalaysia, das auf Borneo liegt, leben besonders indigene Völker mit einem hohen Christenanteil.Malaysia könnte zauberhaft sein: Mit vielen Stränden, fruchtbaren Ebenen an den Küsten, tropischem Dschungel, Hügeln und Bergen bis 4000 m versucht es mit Erfolg, Touristen anzuziehen.
Ja, wenn es Korruption, Ungerechtigkeit und vor allem die Menschenrechtsverletzungen nicht gäbe! Aber man spricht unter dem Druck der Regierung am besten nicht darüber. Auch für Christinnen und Christen (gut 9%) kann es gefährlich sein, Kritik zu üben. Weltweit wollen Frauen aus Malaysia alle Christinnen und Christen am 2. März 2012 aufrufen, aufzustehen für Gerechtigkeit. Ermutigt durch die Zusage Jesu, die sie sechsmal in ihrer Liturgie wiederholen: Selig sind die, die nach Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werdensatt werden.
Renate Kirsch, WGT-Komitee
Die Ökumenische Weltgebetstagsfeier in Ranis findet am Freitag, den 2. März im Gemeindesaal Ranis statt. Beginn ist 19.00 Uhr. Das Vorbereitungstreffen, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind, ist am Donnerstag, dem 16. Februar um 19.00 Uhr im ev. Gemeinderaum Ranis.
Die evangelische Jugend des Kirchenkreises Schleiz lädt am Wochenende vom 18. - 20. März zur Kreisjugendtagung in das evangelische Rüstzeitheim Braunsdorf ein. In diesem Jahr geht es um Sekten und modern-religiöse Weltanschauungen.
Was sind eigentlich Sekten? Oft benutzen wir den Begriff ungenau, werfen Dinge in eine Schublade, die nicht wirklich vergleichbar sind: Scientology Church, Zeugen Jehovas, Hare Krishna? Wer von "Sekten" redet muss aufpassen, nicht alles gleich zu setzen.Gefragt ist ein differenzierter und kritischer Umgang mit Sekten, religiösen Weltanschauungen, Jugendreligionen und Jugendkulturen.
Die diesjährige Jugendtagung, die von Jugendlichen und Erwachsenen gemeinsam vorbereitet wird, will Licht in ein breit gefächertes Thema bringen. Sie will informieren und gleichzeitig Hilfestellungen zur eigenen Oriebtierung auf dem "Markt der Weltanschauungen" geben. Kompetente Beratung gibt ein Mitglied der Zentralstelle für Weltanschauungsfragen der Evangelischen Kirche.
Neben den Thementeilen gibt es wieder reichlich Zeit für gemeinsame Aktionen, Ausflüge, Andachten und einen kreativen Gottesdienst am Sonntag.Eingeladen sind Jugendliche ab 13 Jahren. Die Teilnehmergebühr beträgt 20 €.
Anmeldungen werden bis zum 10. März an das Pfarramt Ranis erbeten. Dort gibt es auch weitere Informationen (Telefon: 03647/413810). Weitere Informationen finden Sie auch hier.
Manchmal ist es absurd. Da ist eine junge Familie in Not, weil von einem Moment auf den anderen der Herd kaputt gegangen ist. Geld auf die Schnelle einen neuen zu kaufen, ist nicht da. Was tun? Zur gleichen Zeit wird im Nachbardorf ein voll funktionsfähiger Herd in den Keller geschafft (oder gar auf den Elektroschrott), dabei hätte er anderen eine große Hilfe sein können.
Situationen wie diese erlebe ich immer mal wieder. Und ich bin froh, dass es in Einzelfällen gelungen ist, Kontakt zu knüpfen, so dass etwas, das an einer Stelle nicht mehr gebraucht wurde, anderen eine große Hilfe war. Viel zu oft gelingt es aber nicht.Ich möchte im Pfarramt Ranis kein Gebrauchtwarenlager einrichten. Aber ich habe eine Bitte: Wenn Sie etwas übrig haben, das an anderer Stelle noch helfen kann, sagen Sie im Pfarramt einfach Bescheid. Und umgekehrt: scheuen Sie sich nicht, einfach mal nachzufragen, wenn sie etwas brauchen. Vielleicht kann es ja gelingen, dass wir einander ganz unbürokratisch weiterhelfen.
Wir danken allen Kirchgeldspendern für die Unterstützung durch das diesjährige Kirchgeld. Die Erlöse aus der Kirchgeldsammlung verbleiben zu 100 % in der jeweiligen Kirchgemeinde oder werden auf Beschluss des Gemeindekirchenrats für gemeinsame Projekte des Kirchspiels eingesetzt. Danke auch für die Annahme des Überweisungsverfahrens in unseren Kirchgemeinden.
Vom 27. Februar bis 07. März ist Pfarrer Preiser auf Klausur anlässlich der 10jährigen Dienstzeit. Die Vertretung in dringenden Fällen hat das Pfarrehepaar Groh in Wernburg (Telefon: 03647/414029)